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Dieses Werk ist eine Übersetzung aus dem Englischen.

HESSLAs Probleme

Hacktivismo Enhanced Source Software License Agreement (HESSLA) ist eine Software-Quellcode-Lizenz, die Beschränkungen ethischen Verhaltens über die Verwendung und Modifizierung von Software zu setzen versucht. Es ist keine freie Softwarelizenz, weil sie einschränkt, für welche Aufgaben die Menschen die Software verwenden können, und auf materielle Weise einschränkt, welche Aufgaben modifizierte Versionen des Programms machen können. Das ironische Ergebnis ist, dass die Gemeinschaft von Menschen am ehesten Verständnis für die Ziele von HESSLA spüren, aber nicht zu HESSLA-lizenzierter Software beitragen können, ohne gegen die Prinzipien zu verstoßen.

Die Beschränkungen der HESSLA verbieten bestimmte Aktivitäten, die unentschuldbar sind: Verletzungen der Menschenrechte und die Einführung von Funktionen, die den Nutzer ausspionieren. Man könnte fragen, warum wir keine Ausnahme für diese besonderen Einschränkungen deklarieren ‑ warum bleiben wir bei der allgemeinen Politik, alle Einschränkungen der Nutzung und der Funktionalität von modifizierten Versionen zurückzuweisen?

Wenn wir jemals eine Ausnahme zu unseren Freie-Software-Prinzipien machen würden, wäre dies eine, um damit anzufangen. Aber das wäre ein Fehler: es würde der Freie-Software-Bewegung schaden und würde nichts erreichen. Der Versuch, bestimmte Aktivitäten mit einer Softwarelizenz zu unterbinden, ist entweder unnötig oder unwirksam.

Hinsichtlich modifizierter Versionen sind die Beschränkungen der HESSLA unnötig. Die GNU GPL ist im Allgemeinen ein ausreichender Schutz vor Funktionen, die die Privatsphäre verletzen, denn sie gewährleistet, dass man den Quellcode erhält, die Spyware-Funktion findet und eine verbesserte Version der Software veröffentlichen kann, die diese Funktion nicht enthält. Nutzer können dann auf diese Version wechseln, wenn keine persönlichen Informationen übertragen werden sollen.

In Bezug auf die Nutzung der Software durch Regierungen zu beschränken, die Menschenrechte verletzen, wird wahrscheinlich unwirksam sein. Es gibt viele andere Programme, die sie verwenden können. Auch kann eine copyrightbasierte Quellcodelizenz, zumindest unter US-Recht, die Nutzung des Programms nicht einschränken; eine solche Beschränkung ist sowieso nicht durchsetzbar. Inzwischen können sie einfach beschließen, dass sie von den Beschränkungen ausgenommen sind.

FSF„Unsere Mission ist die Freiheit zu bewahren, zu schützen und zu fördern, um Rechnersoftware nutzen, untersuchen, kopieren, modifizieren und weiterverbreiten zu können und die Rechte von Freie-Software-Nutzern zu verteidigen.“

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