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Dieses Werk ist eine Übersetzung aus dem Englischen.

Vorsicht vor widersprüchlicher „Unterstützung“

von Richard Stallman

Es gibt Organisationen, die Unterstützung für Freie Software oder des GNU-Projekts proklamieren und Klassen (auch Objekttyp genannt) mithilfe von unfreier Software schulen.

Es ist möglich, dass sie einige andere Dinge anstellen, die Freie Software tatsächlich unterstützen, aber diese Klassen sicher nicht. Im Gegenteil, indem sie den Gebrauch unfreier Software fördern, arbeiten sie direkt gegen die Freie-Software-Bewegung. Das steigert das Ausmaß des praktischen Problems, welcher unser zu korrigierender Auftrag ist.

Schlimmer noch, dass verleiht unfreier Software Legitimität. Der springende Punkt der Freie-Software-Bewegung ist, dass unfreie Software ungerecht ist und nicht vorhanden sein sollte. Deshalb brauchen wir eine Bewegung, um sie zu ersetzen und zu beseitigen. Schulen wie man sie benutzt gibt mit Nachdruck an, dass es kein Problem sei; das widerspricht der Freie-Software-Bewegung zutiefst.

Natürlich hat man das Recht diese Auffassung zu äußern, aber man sollte nicht vorgeben, dass es Unterstützung für unseren Beweggrund darstellt.

Noch fürchterlicher, manche jener Organisationen behaupten, dass ihre in Kursen geschulte unfreie Software mit dem GNU-Projekt in Verbindung stehen oder gar von der Free Software Foundation zertifiziert sind. Unnötig zu sagen, dass wir weder einen solchen Kurs zertifizieren, noch empfehlen oder irgendeine Verbindung damit haben würden, nicht einmal darüber reden ‑ außer missbilligend.

Den Genrauch von unfreien Programmen zu schulen, arbeitet gegen Freie Software; sie in Zusammenhang mit dem Namen GNU oder dem Begriff Freie Software zu schulen, verursacht ein Wirrwarr darüber, wofür wir eintreten.

Begegnen Sie einer solchen Organisation, erläutern Sie bitte den beteiligten Personen diese Punkte: dass solche Kurse direkt den Prinzipien der Freie-Software-Bewegung entgegenstehen. Erklären Sie ihnen, wenn sie die Beweggründe für Freie Software fördern wollen, warum sie Menschen lehren müssen Freie Software zu wählen, und nicht unfreie Software legitimieren.

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