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Dieses Werk ist eine Übersetzung aus dem Englischen.

Rezension: Boldrin und Levine, „Der Fall gegen geistiges Eigentum“

von Richard Stallman

http://www.researchoninnovation.org/tiip/archive/issue2003_2.html enthält einen Aufsatz von Boldrin und Levine mit dem Titel „The Case Against Intellectual Property“. Es wird mit ökonomischen Gründen argumentiert, dass Autoren ihre Werke sogar in einer Welt verkaufen und Geld verdienen können, in der jeder kopieren kann.

Sie haben das oberflächliche Argument vermutlich schon gehört: „Wenn das Programm frei ist, werden Sie nur eine Kopie verkaufen.“ Die nahe liegende Antwort ist, dass es heute Firmen gibt, die Tausende von Kopien pro Monat verkaufen. Dieser Aufsatz liefert aber eine andere Antwort: Er zeigt, warum Menschen, die sich der ökonomischen Konsequenzen der Freiheit des Kopierens voll bewusst sind, einen hohen Preis für die erste Kopie zahlen würden.

Der Begriff „geistiges Eigentum“ ist voreingenommen und verbreitet Durcheinander. Die Voreingenommenheit ist leicht zu erkennen ‑ „Eigentum“ durch Nennung von Copyright und Patente und eingetragene Warenzeichen, führt zu der Annahme, dass sich Kritik „gegen Eigentumsrechte“ richtet. Das Durcheinander ist weniger offensichtlich: Die Zusammengefassung von Urheberrecht, Patente und Warenzeichen führt dazu, es als eine Sache zu behandeln, ihre großen Unterschiede zu ignorieren und als ein einziges Problem in Bezug auf ihre dürftigen Ähnlichkeiten zu betrachten.

Dies bedeutet in der Regel soziale und ethische Aspekte des Urheberrechts und verschiedene soziale und ethische Aspekte von Patenten zu ignorieren und unter Berücksichtigung von sowohl Urheberrechten und Patenten als ein einziges Problem im engen ökonomischen Hinblick. Die Befürworter von streng einschränkenden Urheberrechten und Patenten präsentieren dann ein ökonomisches Argument, das so einfach ist, dass es ein Anschein des unwiderlegbaren gibt.

Normalerweise reagiere ich darauf, indem ich die Aspekte der Situation aufzeige, die durch die rein ökonomische Behandlung ignoriert wurden. Boldrin und Levine’ Aufsatz übernimmt dieses einfache ökonomische Argument mit eigenen Begriffen und zeigt die Lücken darin, Lücken, die die scheinbare Einfachheit tendenziell ausblenden.

Ich glaube, dass wir weiterhin den Begriff geistiges Eigentum ablehnen sollten. Wir müssen auf die nicht-ökonomischen Aspekte des Urheberrechts und die verschiedenen nicht-ökonomischen Aspekte von Patenten aufmerksam machen. Allerdings sind Boldrin und Levine’s Argumente als Antwort für Menschen nützlich, die auf die Einengung ihrer Werte in der Volkswirtschaft bestehen.

Der Aufsatz spricht Wirtschaftswissenschaftler an und ist ein wenig mathematisch. Popularisierung seiner Ideen wäre nützlich.

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