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Knock: Eine Abrissbirne für HACIENDA

GNU-Hacker eröffneten das GHM mit Offenlegung des offensiven HACIENDA als globales Überwachungsprogramm zur vollständigen Kolonisierung des Netzes, und wie man es mit TCP Stealth ausknockt! Jetzt angucken! [mehr]

Dieses Werk ist eine Übersetzung aus dem Englischen.

Warum man die Lesser GPL nicht für die nächste Bibliothek verwenden sollte

Das GNU-Projekt verwendet zwei prinzipielle Lizenzen für Bibliotheken. Eine ist die GNU Lesser General Public License (LGPL), die andere ist die gewöhnliche GNU General Public License (GPL). Die Wahl der Lizenz macht einen großen Unterschied: mithilfe der GNU LGPL wird die Nutzung der Bibliothek in proprietären Programmen erlaubt; mithilfe der gewöhnlichen GNU GPL ausschließlich freie Programme.

Welche Lizenz am besten für eine bestimmte Bibliothek ist, ist eine Frage der Strategie und Situationsabhängig. Derzeit werden die meisten GNU-Bibliotheken von der GNU LGPL abgedeckt und das bedeutet, es wird nur eine dieser zwei Strategien verwendet, die andere wird vernachlässigt. Deshalb suchen wir nun weitere Bibliotheken, um sie unter der gewöhnlichen GNU GPL freizugeben.

Entwickler proprietärer Software haben den Vorteil des Geldes; Entwickler freier Software müssen Vorteile für einander schaffen. Das Verwenden der gewöhnlichen GNU GPL für eine Bibliothek gibt Freie-Software-Entwicklern gegenüber proprietären Entwicklern einen Vorteil: eine Bibliothek, die sie nutzen können, während proprietäre Entwickler sie nicht nutzen können.

Die Verwendung der gewöhnlichen GNU GPL ist nicht für jede Bibliothek vorteilhaft. Es gibt Gründe, in denen es in bestimmten Fällen besser sein kann, die GNU LGPL zu verwenden. Der häufigste Fall ist, wenn die Funktionen einer freien Bibliothek für proprietäre Software durch andere Alternativbibliotheken leicht zugänglich sind. In diesem Fall kann die Bibliothek freier Software keinen bestimmten Vorteil geben, so dass es besser ist, die GNU LGPL für diese Bibliothek zu verwenden.

Deshalb haben wir die GNU LGPL für die GNU C-Bibliothek eingesetzt. Immerhin gibt es viele andere C-Bibliotheken; mithilfe der GNU GPL wären Entwickler proprietärer Software gezwungen gewesen, eine andere zu verwenden – kein Problem für sie, nur für uns.

Wenn eine Bibliothek jedoch eine signifikante einzigartige Fähigkeit enthält, wie beispielsweise GNU Readline, ist das etwas ganz anderes. Die Readline-Bibliothek implementiert Eingabeergänzung und -verlauf für interaktive Programme, und das ist eine woanders nicht allgemein verfügbare Funktion. Die Freigabe unter der GNU GPL ‑ und damit die ausschließliche Nutzung in freien Programmen ‑ gibt unserer Gemeinschaft einen richtigen Schub. Mindestens ein Anwendungsprogramm ist heute insbesondere Freie Software, weil das für die Nutzung von Readline notwendig war.

Wenn wir eine Auswahl von leistungsfähigen GPL-lizenzierten Bibliotheken ansammeln, die keine parallelen für proprietäre Software haben, liefern sie eine Reihe von nützlichen Modulen, die als Bausteine in neuen freien Programmen dienen. Dies wird ein signifikanter Vorteil für die weitere Entwicklung freier Software sein und einige Projekte werden sich dazu entscheiden, Software frei zu machen, um diese Bibliotheken zu nutzen. Universitäre Projekte können leicht beeinflusst werden; heutzutage, wo Unternehmen beginnen daran zu denken Software frei zu machen, können sogar einige kommerzielle Projekte auf diese Weise beeinflusst werden.

Entwickler proprietärer Software ‑ bestrebt, dem freien Wettbewerb einen wichtigen Vorteil zu versagen ‑ werden versuchen Autoren davon zu überzeugen, keine GPL-lizenzierten Bibliotheken der Sammlung beizutragen. Beispielsweise können sie an das Ego appellieren, wenn sie „mehr Benutzer für diese Bibliothek“ versprechen, wenn wir sie den Quellcode in proprietären Softwareprodukten verwenden lassen. Popularität ist verlockend und für einen Entwickler einer Bibliothek die Idee leicht zu rationalisieren, dass die Erhöhung der Popularität dieser einen Bibliothek zu steigern das ist, was die Gemeinschaft vor allem braucht.

Aber wir sollten nicht auf diese Versuchungen hören, weil wir viel mehr erreichen können, wenn wir zusammenstehen. Wir Freie-Software-Entwickler sollten einander unterstützen. Durch die Freigabe von Bibliotheken, die nur auf Freie Software beschränkt sind, können wir einander helfen, das freie Softwarepakete die proprietären Alternativen übertreffen. Die ganze Freie-Software-Bewegung wird mehr Popularität haben, weil sich Freie Software als Ganzes besser gegen den Wettbewerb abheben wird.

FSF„Unsere Mission ist die Freiheit zu bewahren, zu schützen und zu fördern, um Rechnersoftware nutzen, untersuchen, kopieren, modifizieren und weiterverbreiten zu können und die Rechte von Freie-Software-Nutzern zu verteidigen.“

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